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Erfahrungsbericht: Notes Entwickler Camp 2012

28/03/2012 9 comments

Ja, schöne Dinge vergehen viel zu schnell. Heute war der letzte Tag des Notes Entwickler Camps 2012. Ich möchte an dieser Stelle meine Erfahrungen teilen und jedem ans Herz legen zu überlegen dort auch mal teilzunehmen.

Tag 1

Nach einer größtenteils unproblematischen Anreise kamen mein Kollege Sven Hasselbach und ich in Gelsenkirchen im Maritim Hotel an. Das Hotel war völlig in Ordnung, nichts über die Maße luxuriöses, aber zu meckern gab’s auch nichts.

Pünktlich um 10:30 Uhr startete das Camp mit der Begrüßung durch Rudi Knegt, dem Initiator und Veranstalter des Camps, welcher scheinbar immer gut gelaunt zu sein scheint =)

Anschließend teilte Philippe Riand in einer Präsentation mit, was in Zukunft in Sachen ICS, Social Business und XPages tun wird. Ein Kommentar, mit Live-Demo stach besonders heraus. Nämlich dass es bald einen richtigen Serverside Javascript Debugger geben wird. Dies wurde durch einen spontanen Begeisterungsausbruch der ca. 230 Teilnehmer kurz unterbrochen.
Quintessenz der Vorstellung war denke ich, dass sich IBM in Zukunft, wie zu erwarten war, auf den Bereich Social Business und XPages konzentrieren wird. Serverside Javascript soll sich zu Lingua Franca entwickeln, denn es wird an vielen Schnittstellen zu anderen Systemen, beispielsweise auch Sharepoint gearbeitet und soll zukünftig eine generische Schnittstelle für eine Vielzahl von Web-Anwendungen bereitstellen.

Anschließend gab es wie immer das kurze “Speed-Agendaing” (wahrscheinlich ein Produkt der von Rudi Knegt zum Leben erweckten Sprache “Rudisch”), in welchem die Referenten ein kurzen Abriss über die anstehenden Präsentationen gaben, um dem Teilnehmer die Entscheidung zu erleichtern an welchem von den 5 gleichzeitigen Sessions man denn teilnehmen sollte.

Ich entschied mich für die Session von Detlev Pöttgen von Midpoints, welche von Widgets, Livetext und Plugins handelte. In dieser Session stellte er die Einsatzmöglichkeiten und die Handhabung von Widgets dar. Wie man eines anlegt, wie man selbst welche mit Hilfe von Plugins erstellt und wie man sie unter den Usern verteilt. Letzteres kam leider aufgrund vieler Fragen ein wenig zu kurz, doch es gab über dieses Thema am nächsten Tag noch eine Session die sich auschließlich mit diesem Thema beschäftigte, von daher nicht so schlimm. Außerdem wurde ein konkretes Pluging gezeigt, welches intern beim Referenten genutzt wird. Es war ein Plugin, welches bei Markierung einer E-Mail Daten über den Absender aufruft und anzeigt welche Tickets und Aufträge dieses Kunden noch offen sind. Coole Idee.

Mein Fazit dazu: Eine sehr schöne Technologie, die meinerseits und bei mir in der Firma bisher ziemlich kurz kam. Jedoch sieht man alleine an den Plugins, welche wir für die Entwicklung verwenden, was damit möglich ist. Auch bieten sie eine schöne Schnittstelle mit denen man auf Web-Anwendungen zugreifen kann, auch auf XPages. Ich werde mir in Zukunft auf jeden Fall mal genauer anschauen was man damit machen kann und schauen dass wir das unseren Kunden anbieten können.

Parallel hielt Ulrich Krause einen Vortrag über die Grundlagen der XPages Entwicklung, Rocky Oliver über die bis heute große Macht von Lotusscript, Manfred Meise einen Vortrag über Security in Notes, sowohl auf Admin, als auch auf Entwickler Seite, was selbst erfahrenen Notes Entwicklern noch das ein oder andere erneut ins Gedächtnis rief bzw. klar gemacht hat, was Security angeht. Manuel Nientit. Zeigte in seiner Hands-On Session praktisch wie man in Javascript einsteigt.

Nach der Kaffepause ging es für mich mit dem Vortrag von Niklas Heidloff weiter, in welchem er kurz die schönsten Projekte auf OpenNTF vorstellte. Dabei zeigte er ein paar interne Zahlen von OpenNTF, beispielsweise dass fast jeden Tag ein neues Projekt auf OpenNTF hochgeladen wird und mittlerweile über 800 Projekte beherbergt. Er ging auf eine Vielzahl von Projekten ein, dessen Erwähnung diesen ohnehin schon viel zu langen Post sprengen würde. Zum größten Teil die wirklich gut gelungenen Projekte für die beiden vergangenen Development Contests und nutzte gleich die Chance den auf dritten Development Contest aufmerksam zu machen. Er zeigte sich stolz auf die Community wie viele Projekte jeden Monat neu hochgeladen werden und welche Qualität diese vorweisen können. Auch kündigte er an dass bereits an einem Plugin gearbeitet wird, mit dem man auf die veröffentlichten XSnippets direkt aus dem Domino Designer zugreifen kann.

Mein Fazit dazu: Man sollte auf jeden Fall einmal ein wenig Zeit investieren sich die Projekte auf OpenNTF anzuschauen und zu evaluieren welche man davon verwenden kann. Ich möchte fast schon garantieren dass für jeden das ein oder andere Projekt interessant sein wird. Auch ich werde, in Zukunft, versuchen mich dort ein wenig mehr einzubringen und XSnippets zu posten und auch mal das ein oder andere Control oder sogar Projekt zu veröffentlichen.

Parallel hielt Matthew Fyleman einen Vortrag darüber wie man bestehende Notes Applikationen am besten in XPages Anwendungen verwandelt. Gerd Hildebrandt zeigte in seinem Vortrag dass LotusScript noch lange nicht tot ist. Christian Habermüller zeigte wie man am besten Workflows analysiert und dokumentiert und dabei auch ein wenig über den Tellerrand des Entwicklerhorizonts schaut. Das Hands-On von Thomas Schneider über Composite Applications fiel leider aufgrund eines Unfalls in der Familie aus. Gute Besserung an dieser Stelle.

Das Abendprogramm bestand dann aus “Speed-Demoing” bei welchem jeder der ein interessantes Problem oder Konzept vorzustellen hatte, 5 bis 10 Minuten Zeit bekam dies mit einer kurzen Präsentation zu zeigen. Anschließend gab es eine offene Fragerunde, in welcher jeder seine Problemchen auf die man während der Entwicklung traf vorstellen und mit allen Teilnehmern diskutieren konnte. Bei diesen Fragerunden, welche jeden Abend stattfanden, wurde eine Vielzahl von Problemen auch direkt gelöst oder zumindest Herangehensweisen vorgeschlagen, was einige Entwickler, denke ich, ziemlich glücklich gemacht haben dürfte. Allerdings ist mir in diesen Veranstaltungen bewusst geworden, wie wenige Leute sich so intensiv mit XPages beschäftigen, so wie ich das bei mir auf Arbeit tue. Der Großteil der Probleme waren allgemeine Probleme mit Notes (im Klassischen Notes Umfeld) oder Probleme mit Lotusscript oder Formelsprache.
Danach gab es dann, moderiert von Gregory Engels, Präsentations-Karaoke.

Anschließend wurden die Teilnehmer von den Veranstaltern dazu genötigt bis 22:30 Uhr die Bier- und Weinreserven des Hotels zu vernichten. Bei dieser überaus unangenehmen Aufgabe wurde viel gefachsimpelt, Erfahrungen ausgetauscht und Bekanntschaften geschlossen und Kontakte geknüpft. Als dann gegen 2 Uhr die letzte Bar im Hotel schloss ging dann auch der letzte Notes-Entwickler glücklich ins Bett und freute sich auf den nächsten Tag.

Tag 2

Pünktlich um 08:10 Uhr startete man dann mit einigen Organisatorischen Dingen und Speed-Agendaing zu den aktuellen Präsentationen in den neuen Tag. Danach machten sich die Teilnehmer, motiviert und ausgeschlafen wie man das nach dem vorherigen Abend erwarten würde auf zu den Sessions.

Ich besuchte die Präsentation von Ulrich Krause in welcher er die Extension Library, wie sie funktioniert, wie man sie installiert und wie man sie verwendet ausführlich beschrieb. Dabei stellte er auch das eine oder andere Modul aus der Extension Library ein. Auch wurden ein paar allgemeine Themen rund um die neuen Features in 8.5.3 vorgestellt. Auch Themen wie Themes wurden angesprochen. Nebenbei wurden natürlich viele Fragen beantwortet.

Mein Fazit: Wie schon vorher für mich feststand wird es für mich, freiwillig, keine Entwicklung mehr ohne die Extension Library geben. Dazu gibt es einfach zu viele geniale Module in der Library welche sich perfekt für die Entwicklung eigener Anwendungen eignen, als dass man sie ignorieren könnte. Außerdem, da durch das Upgrade Pack 1 die Extension Library, in leicht abgespeckter Version, nun vollständig von der IBM supported wird, gibt es nun keinen Grund mehr für Notes Admins sich dagegen zu wehren die “ach so böse openSource Software” auf den eigenen Notes Servern zu installieren.

Parallel hielt Werner Motzet einen Vortrag über agile Software- und Projektmanagementmethoden und gab einige Tipps über eine effizientere Projektführung im Notes Umfeld. Jürgen Kunert stellte vor wie man Richtig(er) kommuniziert, ein Vortrag über Kommunikationsmittel und wie man sie im Entwicklungsumfeld besser nutzen kann. Matthias Schneider stellte den Lotus Protector von IBM ein wenig genauer vor und erläuterte wie man ihn einsetzen und selbst erweitern und anpassen kann. Howard Greenberg lehrte in einer Hands-On Session den Einstieg in die XPages Entwicklung.

Anschliessend besuchte ich die Session von Manfred Meise, in welcher er detailliert die Einsatzmöglichkeiten von Themes darstellte und einen Einstieg in diese Thematik gab. Für mich war leider wenig neues dabei, trotzdem ein interessanter Vortrag.

Mein Fazit: Mit Themes hatte ich mich ja bereits zuvor beschäftigt. Ich wurde jedoch darin bestätigt dass es keinen Grund sie nicht einzusetzen, da sie einem einfach sehr viele Möglichkeiten geben die grafische Gestaltung seiner Anwendungen effektiv aufzubauen und zu verwalten.

Parallel hielt Gregory Engels einen Vortrag, genannt “Ich weiß was du diesen Sommer tun wirst”, in welchem er einen Blick in die Kristallkugel warf und darstellte wie es wahrscheinlich mit Notes und den XPages weitergehen wird und was sich hinter den einzelnen Schlagwörtern, mit welchen die IBM auf der LotusSphere um sich warf, verbirgt und was man damit alles machen könnte. Phil Riand und Niklas Heidloff komprimierten den Inhalt einer Wochenfüllenden Vorstellung über die Features von 8.5.3, der Extension Library, JDBC Datasources, REST Schnittstellen, OAuth, der XPages Workflowengine XFlow, OSGi Tasklets und Plugins. Ich hörte von Teilnehmern die mit Kopfschmerzen und einem von Ideen überquellenden Hirn aus dieser Präsentation herausgingen. Ein Kollege von Thomas Schneider war so freundlich sich mit der Präsentation über Webservices unter Notes auseinanderzusetzen, sodass sie doch noch stattfinden konnte. Vielen Dank für die Anstrengungen. Howard Greenberg setzte sein Hands-On über den Einstieg in XPages fort.

Nach der Mittagspause und einem dringend benötigten, aber viel zu kurzen Mittagsschlaf, besuchte ich die Session von Rocky Oliver, in welcher er über die gute alte Formelsprache referierte und Einsatzmöglichkeiten und das immer noch enorme Potential herausstellte und die wichtigsten Befehle vorstellte und zeigte dass manche Befehle doch mehr können als manch einer denkt. Auch über Stolperfallen und Schwierigkeiten wurden einige Worte verloren. Allerdings gab es auch ein Kapitel wie man Formelsprache in Serverside Javascript einsetzt.

Mein Fazit: Für mich sehr nützlich, da ich ja direkt mit der XPages Entwicklung eingestiegen bin und daher noch die ein oder andere Lücke in Standard Notes Entwicklung habe.

Parallel hielt Niklas Heidloff einen Vortrag wie man XPages Applikationen social macht und ging dabei auf die Möglichkeiten des Social Enablers ein, welcher es aber leider nicht in das Upgrade Pack 1 geschafft hat. Christian Habermüller referierte über agile Methoden im IT-Projektmanagement. Bernhard Köhler hielt einen Vortrag über das leidige Thema wenn man als Entwickler Altlasten erbt und sich mit der Herausforderung konfrontiert sieht alte, historisch gewachsene Anwendungen zu erweitern. Detlev Pöttgen zeigte in seiner Hands-on Session wie man Plugins und Widgets in einer Notes Infrastruktur verteilen kann.

Anschließend besuchte ich den Vortrag von René Winkelmeyer, welcher vorstellte wie man eigene Extensions mit der Extensibility API (!= Extension Library) entwickelt und eigene Module (wie in der Extension Library) entwickelt und installiert. Dabei zeigte er wie man sich eine Entwicklungsumgebung aufsetzt um diese Extensions auf dem Domino Server installiert. Mit dieser Session nahm er einigen Entwicklern, darunter auch mir, die Angst vor diesem Thema, welches nach eigener Aussage von René Winkelmeyer “… nichts für kleine Mädchen ist…”

Mein Fazit: Anhand der Extension Library sieht man ja wie mächtig diese Technologie ist. Extension sind einfach die beste Möglichkeit wiederverwendbare Module zu entwickeln. Mit diesem Thema werde ich mich zukünftig auf jeden Fall auseinandersetzen und hoffentlich auch ein paar Erfolge erzielen. Ich bin ja schließlich kein kleines Mädchen…. =)

Parallel hielt Frank van der Linden wie man das unmögliche mit XPages möglich macht. Dabei ging er auf Themen ein die nur sehr schwer mit Standard Notes Mitteln vor den Xpages umzusetzen waren und nun möglich geworden sind. Matthias Schneider zeigte wie man mit mobilen Anwendungen auf Notes-Daten zugreifen kann. Dabei stellte er zahlreiche Werkzeuge für mobile Anwendungsentwicklung vor, wie z.B die Extension Library, den Lotus Traveler und den Notes Application Player vor. Karsten Lehmann stellte den Einsatz von weiteren NoSQL-Datenbanken und deren Einsatzmöglichkeiten im Notes-Umfeld vor. Peter Klett gab in seiner Hands-On Session einen Einstieg in LotusScript.

Im Abendprogramm gab es wieder eine offene Fragerunde, Speed-Demoing und eine Verlosung in der Dinge wie eine Nintendo Wii, ein Monitor, fernsteuerbare Hubschrauber, Geek-Toys, Entwickler-Treibstoff (Sekt und Wein) und einige T-Shirts von TLCC verlost wurden.
Anschließend wurden wir wieder gezwungen die verbliebenen Bier- und Wein Vorräte des Hotel zu vernichten. Eine Aufgabe der zahlreiche Entwickler widerstrebend aber pflichtbewusst nachgingen und dabei wieder viel fachsimpelten und Erfahrungen austauschten.

Tag 3

Der Endspurt des Entwicklercamps wurde wieder mit organisatorischen Dingen und Speed-Agendaing eingeläutet.

Für mich ging es weiter mit Versionskontrolle im Domino Designer mithilfe von GIT/ eGIT, vorgestellt von Holger Chudek. Hier zeigte er welche Möglichkeiten es im Domino Designer für Versionskontrolle gibt, welche Stolperfallen es gibt und wie man ein solches System einrichten und benutzen kann.

Mein Fazit: Ein sehr schönes Tool, welches natürlich Vor- und Nachteile mit sich bringen kann. Da es in meiner Firma sowieso angedacht war so etwas im Entwicklungsbereich zu verwenden, war dieser Vortrag natürlich sehr hilfreich und aufschlussreich und half bereits einigen Stolpersteinen im vornherein zu umgehen.

Parallel hielt Bernd Hort einen Vortrag über Java-Entwicklung im Notes-Umfeld, in welchem er die Einsatzmöglichkeiten in Agenten, Servlets, Libraries und XPages darstellte. Frank van der Linden hielt einen Vortrag über den Activity Stream und das Social Business Toolkit der IBM, in welchem er darauf einging wie man es verwendet und einsetzten kann. Bernhard Köhler ging in seinem Vortrag “Notes und die Zeit” darauf ein wie man die immer wieder auftretenden Probleme mit Zeit-Daten im Notes-Umfeld in den Griff kriegt. Matthias Schneider zeigte im Hands-On wie man mit mobiler Applikationsentwicklung beginnt.

In der letzten Session lauschte ich den Ausführungen von Richard Sharpe, in welchen er darstellte wie man mobile Applikationen mithilfe der Extension Library entwickelt und gab einige sehr hilfreiche Tipps und nahm vielen Entwicklern die Angst vor diesem Themengebiet.

Mein Fazit: Mobile Applikationsentwicklung ist eigentlich nicht so schwer wie man es sich vielleicht vorstellt. Vor allem mit JQuery hat ein sehr wertvolles und mächtiges Werkzeug an der Hand. Ich werde in Zukunft auf jeden Fall keine Schweissausbrüche bekommen wenn Kunden mal so etwas fordern.

Parallel hielt Matthias Bierl einen Vortrag über die Einsatzmöglichkeiten des Dojo Toolkits zu verfügung, auch abseits der XPages Entwicklung. Peter Klett zeigte Eindrucksvoll wie man im Notes Umfeld Riesenprojekte (nach eigener Aussage ein System mit über 30 Mio. Dokumenten in über 5.500 Datenbanken, was nur ein Projekt von vielen ist) aufsetzen und verwalten kann und räumte mit dem Vorurteil auf dass es mit Notes nicht möglich sei große Systeme zu betreiben. Andreas Artner stellte Schnittstellenentwicklung mit dem Tivoli Directoty Integrator vor und zeigte dass sich hinter diesem Tool mehr verbirgt als der Name glauben lässt. René Winkelmeyer zeigte in einem Hands-On wie man sich eine Entwicklungsumgebung für die Entwicklung mit der Extensibility API aufsetzt und ließ die Teilnehmer erste Erfahrungen in diesem Thema sammeln.

Anschließend startete, während meiner Teilnahme an den kostenlos angebotenen Zertifizierungstests, ein Vortrag von Werner Motzet, in welchem er in sehr interessanter und witziger Art und Weise auf sein Leiden aufmerksam machte, welches er durchleben muss seit seine Firma auf Microsoft Produkte (Outlook und Exchange) umgestiegen ist. Allerdings war dieser Vortrag nicht (nur) eine Hass-Tirade gegen Microsoft Produkte, sondern hinterfragte konstruktiv und kritisch die Unternehmenskultur, das Marketingverhalten und Verhaltensweisen von IBM und Microsoft. Hier stellte er einige sehr wichtige und interessante Fragen, die einige Entwickler nachdenklich stimmten. Damit dies auch bei der IBM passiert kündigte er an auf der nächsten DNUG eine Podiumsdiskussion mit IBM anzustoßen, in welchem Fragen wie Zukunft einiger Produkte, Unternehmenszukunft und Marketingverhalten geklärt werden sollen.

Damit war das Entwicklercamp 2012 vorbei und die Teilnehmer machten sich wieder auf den Heimweg, mit den Köpfen voller Ideen, den Taschen voller Visitenkarten neu geschlossener Kontakte und dem Finger im Terminkalender um nach freier Zeit zu suchen die nötig ist sich mit all den neuen Themen und Ideen auch auseinandersetzen zu können.

Mein Fazit zum Entwicklercamp:

Es macht Spass
Es lohnt sich
Es ist wertvoll

Wenn es in meiner Macht liegt werde ich definitiv wieder teilnehmen. Es waren sehr interessante Themen dabei, von denen ich leider nur einen kleinen Teil mitbekommen konnte. Man konnte sich mit anderen Entwicklern austauschen und Erfahrungen sammeln und tauschen. Auch sehr wertvoll war die Ecke, in welcher man seinen Laptop anschließen konnte um mit anderen Teilnehmern Themen anschaulich besprechen konnte und versuchen neue Ideen und Lösungen für Probleme zu finden. Genau darum ging es auch bei dieser Veranstaltung, welche von Entwicklern für Entwickler gemacht ist, hier geht es nicht darum Technologien oder Dienstleistungen zu verkaufen, sondern um gegenseitig neue Ideen und Lösungen zu entdecken und zu erlernen. Von daher sehr wertvoll für jeden Entwickler, der nicht einfach nur seinen Job macht, sondern das liebt was er tut.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank an die Veranstalter, die Referenten und auch an den Sponsor Teamstudio.

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Notes: Views in Standard-Notes Web-Applikationen

Heute hatte ich eine (eigentlich) recht einfache Aufgabe: In einer View, welche in einer Standard-Notes Webanwendung (also ausnahmsweise mal keine XPages) sollte ein Paging eingebaut werden, weil nicht alle Einträge angezeigt wurden.

Damit hatte ich mich bisher noch nicht beschäftigt und merkte, dass das (vermeintlich) gar nicht so einfach ist. Die View wird über einen Button innerhalb eines Frames in einem Frameset aufgerufen. Somit hatte ich erstmal keine Möglichkeit etwas an der View einzustellen, wie z.B. den “linecount” bei embeddedViews.

Ich stieß auf eine Option im Server Dokument namens “Default lines per view page”, zu finden im Admin Client unter Configuration -> Web -> Internet Sites -> Domino Web Engine

Diesen zu modifizieren brachte aber kein Ergebnis in der Anwendung.

Schließlich fand ich heraus wie es funktioniert. Die Views, welche in Framesets eingebunden werden, werden über eine Form namens “$$ViewTemplateDefault” aufgerufen. Diese kann man sich natürlich auch selbst erstellen.

Dazu einfach eine Form definieren, eine embeddedView reinpacken und dann kann man auch munter herumkonfigurieren, wie z.B. den lineCount.

Allerdings löste das das Problem des Pagings noch immer nicht. Da half mir aber eine Dokumentation von IBM weiter, zu finden hier.

Dort steht weiter unten wie es geht. Einfach in die Form irgendwo hin einen Button oder eine Action, welche den folgenden Code enthält:

@DbCommand("Domino"; "ViewNextPage")

Damit kann man dann wunderbar durch die View durchblättern.

Notes: Hide-When Formel in Mails

16/01/2012 3 comments

Heute hatte ich mal wieder eine meiner wilden Ideen. Ist es möglich in E-Mails Hide-When Formeln zu benutzen?

Die Antwort: Ja, ist es!

Es ist sogar ziemlich einfach. Man muss nur den gewünschten Text markieren, rechtsklicken und die Hide-When Formel, wie gewohnt, eintragen. Der Text wird dann entsprechend der Bedingung versteckt.

Dabei gibt es natürlich einiges zu beachten.

1. Die Formel wird vom Domino Server computed, d.h. das funktioniert auch bei externen Mails. Wenn z.B. ein Web.de Account die Mail bekommt und die Bedingung wird auf dem Server als True berechnet, so wird derjenige diesen versteckten Text nie zu Gesicht bekommen. Da die Formel auf dem Domino Server berechnet wird funktioniert das ganze in externen Mails nur begrenzt. Will man z.B. dass eine bestimmte Person den Text nicht sieht, so muss man aufpassen wie man die Bedingung formuliert, denn die Formel wird mit dem Namen des Servers berechnet, dementsprechend wird das extern nicht so funktionieren wie man das beabsichtigt hatte.

2. Bleibt die Mail innerhalb eines Lotus Notes Systems, so wird die Formel nur über den Text gelegt, wenn man sich das Body-Feld, beispielsweise mit dem DocViewer von Domiclipse, ansieht, so steht dort der Text über dem die Formel liegt.

3. Es ist möglich diese Formel auszuhebeln. Schreibt man beispielsweise folgenden Text in eine Mail:

Test 1
Test 2
Test 3

und versteckt Test 3, so kann man wenn man den Cursor hinter Test 2 platziert und ENTF drückt den versteckten Text eine Zeile höher nehmen, wobei die Hide-When Formel ungültig wird. Das allerdings nur bei internen Mails, weil der Text bei externen Mails niemals auf dem Zielserver ankommt.

Jetzt bleibt noch die Frage: Wozu das ganze eigentlich?

Bei uns in der Firma gibt es eine Regelung dass an interne Kollegen eine gekürzte Fassung unseres Mail-Footers gesendet werden soll und nur an externe Kunden der volle Mail-Footer mit dem ganzen rechtlichen Geraffel, einerseits um Speicherplatz auf den Mailservern zu sparen (Ich hab’s hochgerechnet, beläuft sich auf mehrere 100GiB pro Jahr) und andererseits um die armen Kollegen mit BlackBerry nicht zu überfordern (nur eine Vermutung von mir ).

Durch dieses kleine Feature ist es mit ein paar weiteren Tricks möglich das einzurichten, sodass der der arme, sowieso schon mmit Notes überforderte User nicht auch noch eine Signatur auswählen muss.

Dass man mit diesem Trick seinen Kollegen einen kleinen Streich spielen kann ist natürlich vollkommen ausgeschlossen, sowas würde auch niemand von uns tun, dazu sind Notes-Entwickler viel zu ehrlich =)

Ein viel interessanterer Zweck ist natürlich Code-Injection. Ich habe das bisher noch nicht testen können ob dies möglich ist und inwieweit das zwischen Notes-Servern unterschiedlicher Domains möglich ist und welche Spuren derjenige hinterlässt. Auf jeden Fall wäre das aus meiner Sicht technisch möglich wenn man Schad-Code in der Hide-When Formel versteckt. Ich werde das in den nächsten Tagen mal testen und ein Update schreiben. Hoffen wir das beste.

Bleibt ehrlich =)

Notes: Attachments in Subforms

Mal wieder trieb mich Notes in den Wahnsinn, diesmal mit Attachments in RichText-Feldern.

Das Problem war, ich hatte einige Forms, welche im Grunde exakt gleich ausgesehen haben, daher mussten Subforms her.
Ich hatte in jeder Form eine Subform, welche das Layout abbildete und dann noch jeweils eine Subform für den Datenteil der jeweiligen Form und noch eine für die Attachments. Da die Attachments nicht in jeder Form auftauchen sollten, war die entsprechend computed.

Da war dann das Phänomen dass ständig unterhalb der Form noch die Attachments sichtbar waren, also nochmal separat aufgelistet wurden. Sehr nervig.
Normalerweise tritt dieses Phänoment nur auf, wenn das Dokument Attachments enthält, aber das Feld wo es drin liegt, ausgeblendet ist. Das war aber gar nicht der Fall.

Nach einigem hin und her probieren stand dann die Ursache fest. Das Problem war einfach, dass die Subform computed war. Scheinbar wird Notes intern erst dieser Mechanismus durchlaufen, also prüfen ob das RichText Feld da ist, wenn ja dann zeige es dort an, wenn nicht, dann zeig es unterhalb der Form an. Erst danach werden dann die Subforms berechnet. Von daher ist es vollkommen egal ob das Feld angezeigt wird oder nicht, Notes geht erstmal davon aus dass das Feld potentiell nicht angezeigt werden könnte und packt sie zur Sicherheit nochmal unter die Form. Wenn man die Subform so wie sie ist direkt einbaut funktioniert alles wie es soll. Statt der computed subform habe ich dann entsprechend Hide-When Formeln benutzt, dort tritt das Problem seltsamerweise nicht auf, die werden scheinbar vor dem Attachment Mechanismus berechnet.

Notes: Ein- und Ausblenden von View-Actions

Heute mal ein kleiner Tipp für Standard-Notesclient Anwendungen.

Ich hatte die Anforderung bekommen dass in einer kategorisierten View die Actions ein- und ausgeblendet werden sollen, je nachdem ob ich eine Kategorie oder ein Dokument ausgewählt habe. Langes Suchen brachte nichts und auch ein Kollege war der Meinung es geht nicht. Ein anderer Kollege brachte dann aber doch die Lösung:

In den View-Einstellungen gibt es eine Option namens “Evaluate actions for every document change”. Das funktioniert deshalb weil auch ein Wechsel der Selektion als Change aufgefasst wird.
Schlussendlich muss man in der Hide-When Formel nur noch auf die Form abfragen. Wenn sie leer ist verstecke den Button, wenn nicht dann zeige ihn an, denn Kategorien haben keine Form.

Darüber hinaus kann man so natürlich noch sehr flexibel entsprechende Actions anzeigen, beispielsweise wenn man in der View mehrere Forms hat.

Stolperfalle: Validierung

26/09/2011 1 comment

Heute bin ich auf ein faszinierendes Phänomen gestoßen.

Problem war folgendes:

In einer Anwendung hatten wir 2 Comboboxen. Beide wurden mit Werten aus einem Setup-Dokument befüllt. Zusätzlich fügten wir per Javascript (serverseitig) noch einen Leerstring und den Wert New… hinzu. Bei Auswahl von New… wurde ein Dialog aufgerufen.

1. Phänomen: Schloss man den Dialog so stand der Wert in der Combobox noch auf New… Wollte man nun speichern, so wurde die serverseitige Validierung angestoßen, dort tauchte die Meldung “Entry not found in Index” auf. Keiner wusste woher diese Meldung kam. Ein paar Printouts verrieten uns, dass beim ersten Speichern noch der alte Wert im Frontenddokument stand, also der Wert der vor der Auswahl von New… in der Combobox war. Konsequenz daraus, beim ersten Submit auf ein Feld wird bei fehlgeschlagener Validierung der Wert nicht ins Backend submittet, denn selbst ein getComponent(“feldname”).value brachte uns noch den alten Wert zurück. Beim zweiten Submit, wird der wert dann doch übertragen und erneut validiert. Dies kann zu merkwürdigen und schwer nachzu vollziehenden Fehlern führen.

2. Phänomen: Wo kam die Meldung “Entry not found in Index” her? Nach einigem hin und her probieren wurde klar woher er kam: Aus der Form.
Unglaublich aber war, die serverseitige Validierung schleift Fehlermeldungen von anderen Feldern aus der Form durch. Wir hatten in der Datasource des Dokuments definiert, dass beim Speichern der Datasource die Form computed werden soll. In der Form wiederum hatten wir ein Feld, welches aus der Referenz (der Wert der Combobox entsprach per Alias einer UNID) einen Klartextwert für die Volltextsuche machte. Dort wurde ein @DBLookup durchgeführt. Dieser nahm sich den Wert aus dem Feld (New…) und sucht entsprechend danach. Komischerweise gelangt der Wert nicht ins Backend, aber in den Einflussbereich dieser berechneten Formel. Da der Wert nicht da war wurde ein Fehler geworfen. Nämlich “Entry not found in Index”. Dieser wurde dann durchgeschliffen und auf der XPage angezeigt.

Daraus ergab sich die Möglichkeit in dem eigentlichen Feld, wo der Wert aus der Combobox gespeichert wird, in der InputValidation eine Formel zu hinterlegen welche unseren Feldwert validiert und entsprechend mit @Failure() eine Fehlermeldung zurückgibt. Auch diese wurde dann in der XPage angezeigt. So ergeben sich völlig neue Möglichkeiten die Validierung zu erweitern.

Stumbling Stone: FileUpload-Control

Today I had a tiny problem. Not even a bug, only a small booby trap.

On my page, I had three FileUpload controls and one FileDownload control. It was specified that a user can upload a maximum of three attachments. Therefore I added a rendering condition to all FileUpload controls, which chekcs the number of attachments in the document.
WARNING: The formula @Attachments doesn’t seem to work properly. It seems like @Attachment only checks the backend-document. I want to know how much attachments were uploaded right now to constrain the possibility to upload something. The function “doc.getAttachmentList(‘feldname’).size()” saved my day.

The three controls are placed below another, the first will be hidden if there are thee attachments, the second if there are two and the last one if there is at least one attachment. All this linked to a refresh, which is fired when you delete one attachment, everything works fine.

However, I faced the effect, if I add 3 attachments at once, only two were saved. The attachment from the last FileUpload control was never saved.

Get ready for the reason:

Controls seem to be processed sequential, connected with an internal refresh. That means, the first control is processed and the file is uploaded -> new there is a refresh -> second control is processed, everything is fine, so the second attachment is uploaded -> there is a refresh again -> third control wants to be processed, but there is more than one attachment in the document, so the control is not rendered anymore, therefore, the third attachment goes to hell.

The solution is quite easy, you only have to reverse the order of the number of attachments in the render condition. That means, the first control should be hidden if there is more than one attachment, the second is hidden with two attachments and the third with three attachments. Because the controls are processed in order they are in the code, everything works fine.

Another interesting fact is, that if you have some mandatory fields or have another server-side validation on your form, attachments are uploaded when you click the save button. After that the validation yells. The backend document doesn’t get bothered, but in the frontend document, there are your attachments uploaded, yet. In the context of my problem above, this could be quite confusing, but if you know that fact you can work around that.

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